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A Quiet Place film poster

In Deutschland startet der Film am 12. April

Lautlos schleichen die Abbotts durch einen Supermarkt auf der Suche nach Lebensmitteln und Arznei. Es ist Tag 89 nach der Invasion und bis auf leises Atmen und fast unhörbare Schritte macht die Familie kein Geräusch. Man läuft barfuß, alle vorgegebenen Wege sind mit Sand aufgefüllt und der knarrende Dielenboden darf nur auf den Stellen betreten werden, die als sicher markiert sind. Die Familie, die neben den Eltern Lee (John Krasinski) und Evelyn (Emily Blunt) noch aus dem zweijährigen Beau (Cade Woodward) sowie Marcus (Noah Jupe) und der gehörlosen Tochter Regan (Millicent Simmonds) besteht, unterhält sich in Gebärdensprache und hat die Geräuschlosigkeit durch allerlei Hilfsmittel zur Perfektion gebracht. Der immense Aufwand hat einen Grund und einen Sinn.

Denn die Invasoren sind blind und haben aus diesem Grund ein exzellent ausgebildetes Gehör. Der kleinste Laut, welcher von den sonstigen Umgebungsgeräuschen abweicht, zieht diese sofort an. Sie sind schnell, erbarmungslos und tödlich.

A Quiet Place Trailer

A Quiet Place Trailer

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Die Trailer zu “A Quiet Place” verraten nicht, welche Probleme auf Menschen zukommen, die in einer solch stillen Welt leben müssen. Selbst alltägliche Arbeiten wie Wäsche waschen müssen ganz vorsichtig von Hand im Keller erledigt werden, Spielsteine bestehen aus Filz und ein umgeworfenes Glas wird sofort zur Bedrohung von Leib und Leben. Mit viel Detailverliebtheit werden Wege aufgezeigt, wie man sich trotz der latent vorhandenen Bedrohung unterhalten kann, etwa, indem Vater Lee und Sohn Marcus hinter einem dröhnenden Wasserfall Gespräche führen und beide nach Herzenslust den angestauten Druck hinausschreien. Dass die Familie noch am Leben ist, scheint ein Wunder in dieser Zeit. Die Feuer, die die Nachbarn zum Zeichen des Überlebens nachts anzünden, werden von Woche zu Woche weniger, Beau vermisst seine Spielzeuge und Regans verzweifelter Kampf, in dieser Welt unbedingt wieder hören zu können, lässt dem Zuschauer zum Glück keine Zeit, darüber nachzudenken, wie lange man selbst wohl in diesem Szenario überleben würde. Ein wenig fühlt man sich in ein Jahrhundert zurückversetzt, als der Vater dem Sohn das jagen und fischen beibringen musste und in dem diese Tätigkeiten überlebenswichtig und für den Fortbestand der Familie notwendig waren. Hinzu kommen

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Komplikationen pubertärer Natur. Was tun, wenn der Sohn Angst vor den zu bewältigenden Aufgaben hat, die Tochter diese unbedingt übernehmen will, sich vom Vater allerdings zurückgewiesen fühlt? Und so leben die Abbotts in einer Welt, die geprägt ist vom Kampf gegen invasive Monster auf der einen und dem Kampf, der in jedem Menschen tobt, auf der anderen Seite. Nur, wenn man die Balance findet, hat man eine Möglichkeit, diese Schlacht zu gewinnen. Und natürlich auch dann, wenn man durch Zufall herausfindet, wie man die Kreaturen töten kann.


“A Quiet Place” ist ein Film, der in genialer Art und Weise eine Verbindung zwischen Monster- und Familienfilm schafft, die Bedeutung von Verständnis und Zusammenhalt hervorhebt und auch dazu anregt, manchmal etwas leiser zu sein um das Wichtige umso lauter wahrnehmen zu können. Die Beantwortung der Frage, ob man sich selbst dazu entscheiden würde, ein neues Leben in diese Welt zu setzen, bleibt jedem selbst überlassen. Die Frage, ob den Monstern, im Gegensatz zum Trailer, genügend Filmminuten eingeräumt wurden, lässt sich definitiv mit einem freudigen “Ja” beantworten, auch wenn die Gestalt der Kreaturen einem bekannt vorkommen dürfte. Zumindest dann, wenn man auch etwas mit den Begriffen “Cloverfield”, “Elf” und “Ripley” anfangen kann. Aber das muss definitiv nichts schlechtes sein. Ab dem 12. April 2018 kann sich jeder selber im Kino davon überzeugen.