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Animals Teddy
Pol ist ein ruhiger Teenager. Er geht noch zur Schule und wohnt mit seinem älteren Bruder zusammen. Der ist Polizist und immerzu in Sorge um seinen Schutzbefohlenen. Pol geht das auf die Nerven und er vermeidet den engen Kontakt zu ihm. Auch seine einzigen beiden Freunde behandelt er meistens distanziert, nur in Gegenwart seines Teddybären, den er seit der Kindheit hat, kommt er aus sich heraus. Pol weiß sehr wohl, dass er es lieber für sich behält, dass der Bär ihm auch antwortet, doch sein Bruder hat schon eine Vermutung und ergreift drastische Maßnahmen...


Animals ist der erste Kinofilm des Regisseurs Marçal Forés und der spanische Newcomer beweist sich als Experte der atmosphärischen Erzählung. Das ländliche Spanien wird dem Zuschauer in entsättigten Farben präsentiert und wenn Pol durch den Wald stapft oder am eigentlich idyllischen See sitzt, ist immer klar, dass auf ihn trotzdem alles trist wirkt und er seiner eigenen Befangenheit nicht entkommen kann. Als ein neuer Schüler auftaucht, der ebenfalls gerne Comics liest und den eine mysteriöse Aura zu umgeben scheint, wagt sich der Junge nach langer Zeit ein Stück aus seiner Komfortzone - bewertet wird das Ganze aber nicht. Es geht hier nicht darum, Grenzen zu überwinden oder klare Entscheidungen zu treffen. Letztendlich zählt die Ehrlichkeit der Gefühle und das kann auch Kapitulation bedeuten.


Animals Oriol
Pol versucht immer wieder, sich zu integrieren und sich seinen Mitschülern zu öffnen, doch sogar von seiner Freundin Laia, die in ihn verliebt ist und das auch deutlich zeigt, fühlt er sich unverstanden. Es ist verwirrend zu erkennen, dass man jemandem anderem wichtiger ist, als sich selbst und Pol ist damit völlig überfordert. Die scheinbare Rettung liegt im Unbekannten und als auch das die Leere, die er ständig spürt nicht füllen kann, sieht er nur noch eine Konsequenz. All das vermittelt uns der Regisseur auf minimalistische Art und Weise, ohne viele Dialoge oder musikalische Untermalung. Einflüsse von Vorbildern wie Gus van Sant sind deutlich zu spüren - trotzdem erscheint der Film nicht als Abklatsch.


Fazit: Animals erzählt eindrücklich eine etwas andere Coming-of-Age-Geschichte, die stilistisch nicht jedermanns Fall sein wird. Wenn man Wert auf Aktion und klare Handlungsstruktur legt, kann einen dieser Film vielleicht schnell in die Verzweiflung treiben. Wer aber ein bisschen Geduld mitbringt und bereit ist, sich mit allen Sinnen auf dieses ruhige und sensibel erzählte Kino-Debüt einzulassen, wird es nicht bereuen.


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