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Disneys 53. animierter Spielfilm “Die Eiskönigin - Völlig unverfroren “ erzählt die Geschichte zweier Schwestern, die aufgrund tragischer Ereignisse getrennt werden und wieder zueinander finden müssen.

Dabei orientiert sich das Regie-Duo Jennifer Lee und Chris Nuck lose an der klasisschen Geschichte “ Die Schneekönigin” von Hans Christian Andersen.

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Anna (Kristen Bell/Pia Allgaier) und ihre drei Jahre ältere Schwester Elsa (Idina Menzel/Willemijn Verkaik), die Töchter des Königs und der Königin von Arendelle, sind ein Herz und eine Seele. Seit ihrer Geburt besitzt Elsa die magische Fähigkeit, Eis und Schnee zu erschaffen. Zur Freude von Anna, für die Elsa Schneelandschaft, Eisrutschen und Schneemänner zum Spielen erschafft. Der Spaß hat schnell ein Ende, als Anna bei einem verhängnisvollen Unfall durch Elsas Kräfte verletzt wird. Aus Angst, Elsa könnte mehr Menschen verletzen, isolieren ihre Eltern sich von der Öffentlichkeit und Elsa wird in ihr Zimmer eingesperrt. Die beiden Schwestern werden getrennt und selbst als ihre Eltern bei einem Schiffsunglück ums Leben kommen, können Anna und Elsa nicht füreinander da sein. Zu groß ist Elsas Angst, ihre Schwester wieder zu verletzen.

Nach zwei Jahren der Isolation und Einsamkeit, werden die Pforten des Schlosses wieder geöffnet - Elsas Krönung steht bevor. Während Elsa mit allen Mitteln versucht, bei der Krönung ihre Kräfte zu kontrollieren, verliebt sich Anna auf den ersten Blick in den staatlichen Prinzen Hans und verlobt sich prompt mit ihm. Elsa ist gegen eine überstürzte Hochzeit. Es kommt zum Streit zwischen den Schwestern, bei dem Elsa die Kontrolle verliert und das Königreich in eine ewige Eislandschaft verwandelt. Von den Bürgern als Monster geächtet, flüchtet Elsa in die Berge.

In der Hoffnung, Elsa könnte den eisigen Fluch wieder rückgängig machen, begibt sich Anna auf die Suche nach ihrer Schwester. Dabei wird sie vom kantigen Eislieferanten Kristoff (Jonathan Groff) und seinem treuen Rentier Sven begleitet. Auf der Reise zu Elsa, werden sie mit frostigen Naturelementen, Wölfen und Eismonstern konfrontiert und treffen den sprechenden Schneeman Olaf (Josh Gad, Hape Kerkeling), der zu einem unverzichtbaren Kumpanen wird.

Zwar wirkt die Handlung von “Die Eisprinzessin -Völlig unverfroren” zuerst wie ein klassischer Disney-Plotaufbau über eine Prinzessin, die sich in einen Prinzen verliebt, mit ihm gegen viele Hindernisse ankämpfen muss und die beiden schließlich bis ans Ende ihrer Tage glücklich zusammen leben. Doch schnell wird klar, dass dies nicht der Fall ist. Der Film handelt von Zusammenhalt in der Familie und der Angst vor seinen eigenen Fähigkeiten. Wie schon bei Merida oder Mulan steht eine weibliche Protagonistin im Mittelpunkt - in diesem Fall sind es sogar zwei.

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Anna ist eine energische junge Frau, die Dinge selber erledigt und den Prinzen im Schloss warten lässt. Aufgrund ihrer langen Isolation von der Außenwelt hat sie allerdings eine sehr naive Weltansicht und verlobt sich deshalb auch schon beim ersten Treffen mit ihrem “Traumprinzen”.

Elsa hingegen ist auf den ersten Blick kühl und kontrolliert, doch das auch nur, weil sie in ständiger Angst lebt, dass ihre Fähigkeiten außer Kontrolle geraten. Man freut sich als Zuschauer, wenn Elsa auf den Berg geflohen ist, dort ihren Kräften freien Lauf lässt und sie selbst sein kann.

Es gibt auch Prinzen in der Geschichte, doch die sind ebenfalls anders als es in den Disneyanimationen üblicherweise der Fall ist. Kristoff ist ein Naturbursche - rau und kantig. Er will am liebsten seine Ruhe haben und stellt sich immer wieder gegen Annas Weltsicht. Hans indessen ist ein Bilderbuchprinz - gutaussehend, galant und gutmütig, aber auch er hat seine Last zu tragen. Als dreizehnter Sohn in der Familie ist er für seine Brüder geradezu unsichtbar.

Olaf und Sven

Wie aber in anderen Disney-Animationsfilmen auch, gibt es hier die lustigen Wegbegleiter, die dafür sorgen, dass der Humor nicht zu kurz kommt. In Arielle waren das die Krabbe Sebastian und der Fisch Fabius. In die “Die Eiskönigin” ist es das Rentier Sven, der treue Begleiter von Kristoff. Er ist für Kristoff eine Art Gewissen, das ihn immer auf den rechten Weg führt. Und dann gibt es noch Olaf, einen lebendigen Schneemann, der unbedingt einmal den Sommer erleben möchte. Mit seiner kindlichen Art und Offenheit, ist er für die meisten Lacher im Film zuständig, wobei er auch seine ernsten Momente hat.

Anders als in den meisten Disney-Filmen, die auch auf starke Antagonisten setzen, wie beispielsweise Scar aus Der König der Löwen, ist hier der Antagonist vielmehr der eigene, innere Konflikt. Elsas Angst vor ihren Fähigkeiten und die daraus resultierende Isolation von ihrer Schwester. Und auch Annas Kampf um die Liebe zu ihrer Schwester und ihr Versuch, das Königreich aus dem ewigen Winter zu befreien, sind die treibenden Kräfte in der Geschichte. Es kommen zwar auch Fieslinge vor, wie der Herzog von Pitzbühl, doch aufgrund seiner Albernheit und leichten Schusseligkeit ist er mehr mit einem fiesen Lakaien zu vergleichen, wie es die Dämonen Pech und Schwefel aus “Herkules” sind.

Schon in den ersten Filmminuten, in denen eine Gruppe von Eislieferanten, die Schönheit des Eises besingen, wird einem wohlig nostalgisch ums Herz. Die Szene erinnert an das Lied der sieben Zwerge aus “Schneewittchen”. Die von Kristen Anderson-Lopez und Robert Lopez geschrieben Orginalsongs reihen sich wunderbar in die Disney-Tradition ein. Stimmungsvoll werden die Gefühle der Protagonisten eingefangen. Sei es durch das Lied “Willst du einen Schneemann bauen?”, das schön und traurig zugleich, die Beziehung zwischen Anna und Elsa verdeutlicht. Oder Elsas Lied “Lass jetzt los”, mit dem sich Elsa sich aus ihrer langen Gefangenschaft befreit und endlich sie selbst sein kann.

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Das von Skandinavien inspirierte Königreich Arendelle, besticht durch seine eisige Landschaft und Fjorde. Optisch ist die “Die Eiskönigin” auf sehr hohem Niveau, wobei natürlich die Animation von Schnee und Eis die höchste Priorität genießt. In verschieden Einstellungen erkennt man, wie unterschiedlich das Licht durch das Eis bricht und es fast wie echtes Eis wirken lässt. Durch den Einsatz von 3D wirken Schneestürme, als würden sie mitten durch den Kinosaal wehen. Der Gebrauch von 3D ist hier allerdings nicht nur Effekthascherei, die dazu eingesetzt wird, um dem Zuschauer Gegenstände vor den Kopf zu werfen, sondern trägt etwas zur Geschichte bei. Es wird mit Raumtiefen gespielt, um die Gefühlslage der Charaktere besser zu verdeutlichen. Wenn Elsa auf dem Berg ihren prächtigen Eispalast erschafft, ist dieser beeindruckend. Doch die großen, weiten Räume zeigen auch, dass sie alleine ist und durch den 3D Einsatz spürt das auch der Zuschauer.


Disney liefert wieder einen qualitativ guten Film, der natürlich zur Weihnachtszeit passt, wie der Schneeball aufs Auge. Das Studio geht keine Experimente ein und der Film hat sein Happy End, doch der Weg dahin hält einige Überraschungen bereit. Somit reiht sich Die Eiskönigin - Völlig unverfroren perfekt in die klassischen Disneyanimationsfilme ein und wird sowohl Kinder als auch alte Disneyfans erfreuen.


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Dr. Tomoe (Diskussion) 10:54, 28. Nov. 2013 (UTC)

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