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2010 wurde Drachenzähmen leicht gemacht in den USA mit einem Einspielergebnis von über 200.000.000 US-Dollar zum erfolgreichsten Film des Studios nach der Shrek-Reihe. Wie wir es von unzähligen Animationstiteln gewohnt sind, hat Dreamworks sich daraufhin entschieden, noch mindestens einen zweiten Teil zu entwickeln. Nun ist das Ergebnis fertig und kann sich durchaus sehen lassen, auch wenn es an den ersten Teil nicht herankommt.


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Das Dorf Berk hat sich sehr verändert, seit wir es das letzte Mal gesehen haben. Mittlerweile herrscht dort ein reges und friedliches Miteinander von Menschen und Drachen – fast jeder Bewohner hat sein eigenes Exemplar, allerdings nicht als Haustier, sondern vielmehr als Gefährten. Hicks verbringt den Großteil seiner Zeit damit, auf seinem Nachtschatten Ohnezahn die Welt zu erkunden und die Landkarte seines Volkes stetig zu erweitern. Auf einem dieser Entdeckungsflüge treffen sie allerdings ein paar ungemütliche Zeitgenossen, die so viele Drachen wie möglich fangen wollen, um sie einem Mann namens Drago zu übergeben, der eine riesige Armee heranzüchten will. Als Hicks seinem Vater davon erzählt, will dieser das Dorf abriegeln und plädiert an seinen Sohn, der bald sein Nachfolger werden soll, als Oberhaupt immer als erstes die eigenen Leute zu schützen. Hicks hat da allerdings eine andere Herangehensweise und verlässt das Dorf, um Dragos Meinung auf friedlichem Weg zu ändern.


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Nicht nur in der Realität, sondern auch in der Filmwelt sind seit den Geschehnissen des ersten Teils knapp fünf Jahre vergangen und das wird visuell sehr deutlich gemacht. Vor allem Berk ist deutlich farbenfroher geworden, was nicht nur an den Drachen liegt und auch die bekannten Charaktere haben ihre Kindlichkeit abgelegt. Hicks ist zwar immer noch jung und schlaksig, aber sein Gesicht ist herber und die Kleidung reifer und funktionaler geworden – er lässt sofort erahnen, dass der Häuptlingssohn einiges an Erfahrung hinzugewonnen hat. Ähnliches gilt für die Sidekicks Rotzbakke und Co. Von ihrer Albernheit haben sie dagegen nur wenig eingebüßt, was für einige, dringend nötige, leichtere Zwischenmomente sorgt. Insgesamt gibt es in Drachenzähmen leicht gemacht 2 nämlich deutlich weniger zu lachen, als im ersten Teil.


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Der Grund, wieso viele Zuschauer Fortsetzungen generell skeptisch gegenüberstehen und als einzige Motivation dahinter die Geschäftstüchtigkeit der Produzenten vermuten, ist vor allem inhaltlicher Natur. Gerade Animationsfilme für Kinder sind in der Regel klassische Heldengeschichten, in denen der Protagonist an einer bestimmten Aufgabe wachsen muss, sie am Ende meistert und dabei sich selbst und seine Umwelt grundlegend verändert. An sich ist das noch nichts schlimmes und wir langweilen uns nicht, weil Studios wie Dreamworks und Pixar Welten und Charaktere erschaffen, die in ihrer Originalität überwältigend sind. Das war auch bei Drachenzähmen leicht gemacht der Fall. Für einen zweiten Teil mussten jetzt also neue Konflikte gefunden werden und auch wenn die in diesem Fall weniger als bei anderen Beispielen an den Haaren herbeigezogen wirken, kann man trotzdem nicht mehr so mitfiebern wie im ersten Teil. Aus vielen Animationsfilmen entstehen anschließend auch Fernsehserien und das Gefühl, dass diese Fortsetzung auch nur eine von vielen Episoden sein könnte, schleicht sich ab und zu ein, auch wenn die Handlung mitunter sehr dramatisch ist. Das liegt auch daran, dass der Held Hicks schon zu Beginn des Films ein „fertiger“ Mensch ist und man sich um seine moralische Integrität keine Sorgen mehr machen muss.


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Was über diese Schwäche hinwegtröstet ist allerdings das emotionale Zentrum des Films – die Freundschaft zwischen Hicks und Ohnezahn. Schon im ersten Teil brauchte es nicht viel mehr als einen schelmischen Blick des schwarzen Drachens und es war um sämtliche Zuschauerherzen geschehen. Auch diesmal kann man Ohnezahns Charme nicht widerstehen und die Momente, in denen das Band zwischen ihm und Hicks auf die Zerreißprobe gestellt wird, gleichen einigermaßen aus, dass der Film sonst zwischendurch einige Längen hat. Miterfinder Dean DeBlois ließ schon vor langer Zeit verlauten, dass er aus der Geschichte rund um Hicks und seinen Drachen am liebsten eine Trilogie machen würde – wenn dieser Film also den erwarteten Erfolg einbringt, dürfen wir wohl in nicht allzu ferner Zukunft auch Teil 3 erwarten.


Fazit: Drachenzähmen leicht gemacht 2 ist gute Unterhaltung mit atemberaubenden Flugsequenzen, die sogar den sonst oft nervtötenden 3D-Effekt rechtfertigen. Trotz viel Dramatik kommt er von seiner emotionalen Wirkung allerdings an seinen Vorgänger zu keiner Zeit heran.


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Spinelli313 @fandom 09:38, 24. Jul. 2014 (UTC)

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