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Grossstadtklein/Wikia-Kritik

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Sonnig-seichtes Berlin

Was wahrscheinlich die meisten auf "Grossstadtklein"aufmerksam gemacht hat, ist die erste große Kino-Rolle von Klaas Heufer-Umlauf, dem momentan alleits beliebten "Circus Halligalli"- Grinseknilch und schlagfertigem Partner von Yoko Winterscheidt. Leider muss man aber schon bald feststellen, dass ihm hier nur eine Nebenrolle und teilweise leider eine sehr undankbare zugefallen ist.


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Im Zentrum der Geschichte steht Ole, der mit Mitte 20 noch zu hause wohnt und für den "Karriere" oder auch nur "Arbeit" scheinbar Fremdwörter sind. Eines Tages organisieren seine Eltern auf Vorschlag des Opas ein Praktikum für ihn in Berlin. Wohnen soll er bei seinem Cousin Rokko, den er allerdings seit vielen Jahren nicht mehr gesehen hat, weil die Familie inzwischen zerstritten ist. Natürlich steckt ein größerer Plan hinter der Aktion, aber ich will ja nicht zu viel verraten. Kaum in der Hauptstadt angekommen, trifft er auf die hübsche Fritzi, die gerade nackt durch Rokkos Bude läuft. Warum, werden wir leider nie erfahren - vielleicht damit es ein bisschen nackte Haut für Trailer und Promo-Bilder gab (s. rechts - wir springen natürlich auf den Karren auf). Wie auch immer, Fritzi verdreht dem unerfahrenen Ole ganz schön den Kopf, doch es stellt sich schnell heraus, dass unter der selbstsicheren Fassade große Unsicherheiten und Ängste verborgen sind.


Grossstadtklein wird es in Konkurrenz zu Kick-Ass 2, "Elysium" und Percy Jackson 2: Im Bann des Zyklopen, die alle gleichzeitig anlaufen, wahrscheinlich nicht so leicht haben, aber es gibt sie ja noch - die Fans des "kleinen" deutschen Films. Für die erfolgreichen romantischen Komödien hierzulande arbeitet Til Schweiger ja fleißig an seinem Monopol und auch diesmal war er als Produzent mit von der Partie. Das ist sowohl im positiven, als auch im negativen Sinne spürbar.


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Die Schweigersche Farbkorrektur macht aus der Welt im Film einen warmen und sonnenverwöhnten Ort, genau wie wir es auch schon aus "Barfuß", "Keinohrhasen" oder "Kokowääh" kennen. Dabei ist es egal, ob wir uns in Oles besinnlicher Heimatstadt oder auf irgendeinem Kiez in Berlin befinden. Das sieht schön aus und sorgt für gute Laune, wäscht aber leider auch jegliches Geschehen ein bisschen zu weich. Ähnliches gilt für den Soundtrack: Ein emotionaler Pop-Song reiht sich an den anderen. So wird die Handlung kurzweiliger, der Zuschauer kriegt noch mal vorgesungen, was er gerade zu spüren hat und ein wohliges Bauchgefühl stellt sich ein. Das ist alles ok, nur leider macht es sich der Film damit selbst ziemlich schwer, als etwas Besonderes, etwas das man sich merkt, im Gedächtnis zu bleiben.


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Ansonsten ist die Geschichte ziemlich vorhersehbar und die vermeintliche Familientragödie im Hintergrund kann man irgendwie nicht so ganz ernst nehmen - genauso wenig wie Oles Freunde, die leider nicht viel mehr sind, als liebenswerte Dorftrottel, die es aus irgendeinem Grund absolut nicht verkraften können, dass er mal für ein paar Wochen (!) die Heimat verlässt. Einigermaßen gerettet wird das Ganze aber zum Glück von den beiden Hauptdarstellern - und auch Klaas gibt eigentlich eine ziemlich gute Figur ab, leider hat er nur nicht besonders viel zu tun und manche der Witze hätten auch versierte Komiker einfach nicht lustig vortragen können. Jacob Matschenz und Jytte-Merle Böhrnsen geben aber tatsächlich ein Paar mit interessanter Chemie und Differenzen ab, die man gut nachvollziehen kann.


Fazit: Grossstadtklein ist nette und leichte Unterhaltung mit zwei charismatischen Hauptdarstellern und ein paar Szenen, die ein bisschen ans Herz gehen. Das war's dann leider auch schon.


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