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„Hoch über der Welt von Cars“ ist der einleitende Satz von Planes, den man quasi fortsetzen könnte mit: „spielt sich mehr oder weniger exakt dieselbe Geschichte ab... nur mit Flugzeugen statt Autos.“

Ich versuche ja immer meinen Kopf von sämtlichen Erwartungen zu befreien, wenn ich mir einen Film ansehe, von dem ich nicht schon im Voraus voll und ganz überzeugt bin. In erster Linie, um ihm zumindest mal eine Chance zu geben, sich zu beweisen. Aber schon nach den ersten paar Minuten von Planes kennt man (jedenfalls wenn man schon andere Pixar-Disney-Filme bzw. Loser-Typ-hat-Traum-Streifen gesehen hat ) den Handlungsverlauf und schaut in regelmäßigen Abständen auf die Uhr. Immerhin in der Hinsicht habe ich mich in meine Kindheit zurückversetzt gefühlt: „Wie lange dauert's denn noch?“ Gute Arbeit, Disney...

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Held mit großem Traum, guten Freunden, fiesem Widersacher, blablabla

Dusty Crophopper, seines Zeichens Sprühflugzeug, träumt davon, das schnellste, wendigste und sowieso tollste Flugzeug von allen zu sein, wird von seinen Freunden und Kollegen jedoch regelmäßig auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Doch eines Tages will er es tatsächlich wagen und sich mit den besten Fliegern der Welt messen, indem er sich für ein Wettrennen um die Welt bewirbt. Weiter geht es mit: Enttäuschung, seelischer Beistand der Freunde, rettender Glücksmoment, Griesgram der den Helden trainiert und zum besten Kumpel wird, einer Prise Love Story, ein gemeiner Gegenspieler, ein bisschen Intrige, eine kleine Katastrophe kurz vor Schluss, aber dann helfen alle noch mal zusammen und wir haben ein Happy End *gähn*.


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Cool: Val Kilmer und Anthony Edwards als Bravo und Echo!

Ein paar klitzekleine Höhepunkte muss man Planes natürlich lassen, wobei man da dann doch auch eher genau hinschauen bzw. die Referenzen kennen muss, die den Film aber echt nicht retten können. Mein persönliches Highlight war jedenfalls der sehr kurze Auftritt der beiden Kampfflugzeuge Bravo und Echo, die im Original von Val Kilmer und Anthony Edwards gesprochen werden - der Kenner weiß: Das sind „Iceman“ und „Goose“ aus Top Gun! Auch herrlich: Die klassische Montage darf natürlich nicht fehlen, wenn es darum geht, den Hauptcharakter fit für seinen großen Moment zu machen („even Rocky had a montage!“). Das Wettfliegen um die Welt lädt natürlich ein, Klischees unterschiedlicher Kulturen und Nationen aufzugreifen und das wird selbstredend auch gemacht - aber eben auf flachstem Niveau. Davon abgesehen versucht der Film die üblichen Tugenden Freundschaft, Integrität, Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft, Streben nach Großem usw. quasi mit der Holzhammermethode zu vermitteln.

Damit wir uns richtig verstehen: Für das junge Zielpublikum, welches mit dieser Art von Film noch nicht vertraut ist, ist Planes bestimmt ganz nett anzusehen - was wohl auch der Grund war, einen richtigen Kinofilm mit zwei Fortsetzungen dafür anzusetzen. Richtig gelesen: 2014 kommt schon der zweite Teil raus. Und mit einem Kinofilm lässt sich der Merchandise-Verkauf bestimmt eher ankurbeln, als nur mit einer Direct-to-Video-Umsetzung, die der Film ursprünglich hätte werden sollen. Das elterliche Begleitpersonal wird sich allerdings auf 92 Minuten Langeweile einstellen müssen. Ich würde einfach mal sagen, es gibt aktuelle Animationsfilme, die es sich eher lohnt, anzusehen. Vielleicht nicht unbedingt Die Schlümpfe 2, aber möglicherweise Ich - Einfach unverbesserlich 2.


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