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Die Sharktopus-Reihe ist ein Phänomen, welches sich regulären Film-Maßstäben einfach zu entziehen scheint. Die Filme rund um das militärische Gen-Experiment, welches zur Hälfte (wie der Name bereits verrät) Hai, zur anderen Hälfte Oktopus ist, hat binnen kurzer Zeit einen regelrechten Kultstatus eingenommen. Dabei scheint aber auch jeder ganz klar der Meinung zu sein: So richtig gut, zumindest nach klassischen Kriterien, sind die Filme nicht unbedingt. Selbst Oliver Kalkofe hat sich des Mutants in seiner Fernsehsendung SchleFaZ (Schlechteste Filme aller Zeiten) angenommen und hingebungsvoll kommentiert. Aber, seien wir mal ehrlich: Wer benötigt schon herausragende Special-Effects, Dialoge à la Pulp Fiction oder gar nachvollziehbare Handlungsstränge, wenn man zwei gefährliche Kreaturen zu Wasser und zu Lande gegeneinander metzeln lassen kann? Aber kommen wir vorerst zur „Handlung”:


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Die junge Meeresbiologin Lorena Christmas findet auf hoher See bei der Entnahme von Fangproben ein großes Hai-Ei. Was sie nicht weiß: Dieses Ei stammt von Sharktopus, welcher im vorherigen Film vor seinem Tod seinen Nachkommen noch ins Meer entlassen hat. Sie zieht das kuriose Fischwesen mit acht Beinen auf und trainiert es in einem Park für Delphin-Shows, hoffend, sein Verhalten so studieren zu können. Währenddessen gerät die neue Geheimwaffe des Gen-Wissenschaftlers Dr. Rico Symes außer Kontrolle: Der Pteracuda, halb Pterodactylus, halb Baracuda, lässt sich nicht mehr kontrollieren und zieht es vor, die Menschheit zu terrorisieren. Da der urzeitliche Gen-Mix aus Vogel und Fisch auch ohne Probleme einen Helikopter voller Schusswaffen vom Himmel holt, scheint es nur noch einen ebenbürtigen Kämpfer zu geben: Symes und Soldat Hamilton befreien Sharktopus aus seinem Delfinbecken und lassen ihn auf Pteracuda los. Das Blutbad beginnt.


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Ganz wichtig für den Genuss des Filmes ist eindeutig: Nicht hinterfragen! Nicht die krude Handlung voller Plot holes, schon gar nicht die Motive und Taten der Protagonisten, nicht die unmögliche Physik und warum manche Effekte aussehen, als wären sie nachträglich mit Paint eingefügt worden, auch nicht, warum die Synchronisation wirkt wie bei schlechten Bauchrednern. Warum wundert sich die Meeresbiologin zu keiner Zeit über das kuriose Monster in ihrem Becken? Warum spritzt Blut in diesem Film immer gleich als Sprühregen mitten in die Kamera, selbst bei Kratzwunden? Warum kann dieser Pteracuda zeitweise ohne einen Flügelschlag in der Luft stehen? Ganz einfach: Weil es Spaß macht. Und genau mit diesem Argument sind alle Kritikpunkte eigentlich schon wieder hinfällig. Was häufig probiert und selten funktioniert hat, schafft die Sharktopus-Reihe mit Bravour: Diese Syfy-Produktion ist mal wieder feinste Action-Trash-Unterhaltung auf „höchstem” Niveau! Dabei wird die Balance zwischen Ernsthaftigkeit und einem ironischen Augenzwinkern gut gefunden. Ruft der charmante Sunny-Boy in einem Moment noch „Keine Sorge, ich bin zu schön zum Sterben!” spritzt ihm in der nächsten Minute eine Blutfontäne aus dem abgetrennten Oberkörper. Sharktopus vs. Pteracuda spielt mit Klischees und Tropes und läuft dabei einen gewagten Seiltanz zwischen Unerträglichkeit und richtig guter Unterhaltung.

Höchstwahrscheinlich verhält es sich mit diesem Film genau so, wie mit Fast-Food-Orgien: Objektiv gesehen, nicht gerade die beste Idee, aber manchmal braucht man eben Sharktopus rot-weiß und eine doppelte Ladung Trash auf den Teller, auch wenn jeder natürlich leugnet, unerhört viel Spaß dabei zu haben.

Sharktopus Vs Pteracuda Official Trailer HD-002:11

Sharktopus Vs Pteracuda Official Trailer HD-0

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